RÜCKBLICK:
14. Filmfest FrauenWelten
vom 19. bis 26. November 2014 in Tübingen

 

Eine Mittfünzigerin sucht Beschäftigung und beginnt, Schillers Wilhelm Tell mit einer Gruppe Asylbewerbern einzustudieren, Sprachbarrieren und kulturelle Verständnisprobleme inklusive (Schweizer Helden); Sportliche Volleyballdamen (66 - 98-jährig) sind auf der Suche nach einem würdigen Gegner für ein erstes Turnier nach 30 Jahren Training (The Optimists); In Kirgisien, Italien oder Kolumbien setzen sich mutige Frauen für ihre Rechte ein und werden aktiv – egal ob gegen LKWs, internationale Konzerne oder patriarchale Gewaltstrukturen. Ihre Geschichten waren im Fokus „Kämpferinnen für soziale Rechte“ zu finden. Und eine stille junge Frau wagt für ihre heimliche Liebe endlich einen Schritt in die Selbstständigkeit und setzt eine Kettenreaktion in Gang (Kertu. Love is Blind).

Aus 35 Ländern brachte das Filmfest FrauenWelten mit über 35 Spiel- und Dokumentarfilmen sowie zwei Kurzfilmprogrammen einen breiten Einblick in Frauenleben weltweit nach Tübingen, das von faszinierenden Gästen begleitet wurde. Das Publikum nutzte intensiv die Möglichkeit, mit FilmemacherInnen und ExpertInnen ins Gespräch zu kommen und so konnte an den Publikumserfolg vom Vorjahr angeschlossen werden.

Im Fokus stand der Blick auf Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen: ob vor unserer Haustür bei Putzfrauen, die urplötzlich ihren Job verlieren, in globalen Zusammenhängen wie in einer Textilfabrik in der Türkei, wo eine alleinerziehende Mutter miese Arbeitsbedingungen akzeptieren muss oder die schwierigen Lebensumstände von Frauen aus Moldawien, die illegal in Westeuropa als Putz- und Pflegekräfte arbeiten; sie alle kämpfen für einen würdigen Ausweg.

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