Wie verändern digitale Technologien unsere Beziehungen, unsere Arbeit und die Art, wie wir miteinander verbunden sind? Die Filme dieses Schwerpunkts zeigen Frauen, die digitale Räume auf ganz unterschiedliche Weise nutzen, gestalten oder mit ihren Auswirkungen konfrontiert sind. Es geht um Liebe und Intimität mit KI, feministischen Online-Aktivismus, die Vermarktung von Nähe und Identität auf digitalen Plattformen und digitale Recherche, mit der Verbrechen aufgedeckt werden. Vier Filme, vier Geschichten – und ein digitaler Raum, in dem Nähe und Begehren, Arbeit und Aktivismus, Sichtbarkeit und Widerstand neue Formen annehmen.
REPLICA
Chouwa Liang, Australien / Frankreich / China, 2026, 92 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Kann eine Beziehung mit einer KI menschliche Nähe ersetzen? In China suchen drei junge Frauen nach Liebe und Verbundenheit und finden sie in Beziehungen mit KI-Chatbots. Qin, Sonya und Muna entwickeln jeweils ihre eigene Verbindung zu einer künstlichen Intelligenz. Was als Trost beginnt, wirft Fragen über Einsamkeit, Begehren und Selbstbestimmung auf und darüber, was es eigentlich bedeutet, geliebt zu werden.
Sa, 21.11., 20:30 Uhr / Di, 24.11., 20:45 Uhr
BURNING VOICE
Anna Bruun Nørager, Dänemark / Irak, 2026, 84 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Tamara ist eine dänisch-irakische Aktivistin und Gründerin der Online-Plattform „Iraqi Women Rights“, über die sie Frauen im Irak über ihre Rechte informiert. Seit Jahren setzt sie sich gegen soziale Kontrolle, das Schweigen über Gewalt und die Einschränkung von Frauen ein. Gleichzeitig ist sie selbst Drohungen und der Gewalt ihres Ex-Mannes ausgesetzt. Der Film begleitet sie in ihrem Alltag zwischen politischem Engagement und persönlichen Konflikten.
Di, 24.11., 18:45 Uhr
VIRTUAL GIRLFRIENDS
Barbora Chalupová, Tschechien / Slowakei / Bulgarien, 2025, 90 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Ein Jahr lang begleitet der Film drei Frauen bei ihrer Arbeit als OnlyFans-Creatorinnen. Zwischen vermeintlicher Selbstbestimmung, öffentlicher Aufmerksamkeit und den Anforderungen der Plattform zeigt sich, wie diese Arbeit ihren Alltag und ihre Beziehungen verändert. Ein Einblick in eine Arbeitswelt, in der Selbstinszenierung, Intimität und ökonomische Abhängigkeit eng miteinander verbunden sind.
Do, 19.11., 21:15 Uhr / Sa, 21.11., 18:15 Uhr
KILLING ANNA
Sam Benstead, UK, 76 Min., 2026, Dokumentarfilm, OmeU
Als Annsar Shahoud Aufnahmen eines Massakers an ZivilistInnen in Damaskus erhält, beginnt für die syrische Wissenschaftlerin eine ungewöhnliche Suche nach den Verantwortlichen. Unter dem Pseudonym „Anna“ nimmt sie über Facebook Kontakt zu einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher auf und versucht, sein Vertrauen zu gewinnen. Aus der digitalen Detektivarbeit entwickelt sich ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel, in dem die Suche nach Gerechtigkeit auch für Annsar selbst zur Herausforderung wird.
Fr, 20.11., 21:15 Uhr / Di, 24.11., 19:00 Uhr