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Themenschwerpunkt: Neue Perspektiven

Welche Geschichten sehen wir und welche bleiben oft unsichtbar? Der Themenschwerpunkt Neue Perspektiven richtet den Blick auf Lebensrealitäten und Regionen, die im Kino und in der öffentlichen Wahrnehmung of wenig Raum bekommen. Die Filme führen in den Jemen, nach Kambodscha, in die Mongolei und in die Arktis und erzählen von Frauen, die ihre Lebenswege selbst gestalten, für ihre Rechte eintreten und gesellschaftliche Grenzen hinterfragen.
Dabei geht es vor allem darum, vertraute Themen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Selbstbestimmung, Arbeit, Familie, gesellschaftlicher Wandel und der Umgang mit patriarchalen Strukturen.

THE STATION

Berlinpremiere
Sara Ishaq, Jemen / Jordanien / Frankreich / Deutschland / Niederlande / Norwegen / Katar, 2026, 113 Min., Spielfilm, OmeU
Layal betreibt im vom Bürgerkrieg gezeichneten Jemen eine Tankstelle nur für Frauen. Der geschützte Zufluchtsort für die Frauen ihres Dorfes folgt klaren Regeln: keine Männer, keine Waffen, keine Politik. Als Layals jüngerer Bruder zum Militärdienst eingezogen werden soll, nimmt sie den Kontakt zu ihrer entfremdeten Schwester wieder auf. THE STATION von Sara Ishaq ist das Spielfilmdebüt der jemenitisch-schottischen Regisseurin und feierte 2026 seine Weltpremiere in Cannes.
Fr, 20.11., 17:00 Uhr / Mo, 23.11., 19:00 Uhr

Kambodscha: Feministische Perspektiven

Mit zwei Filmprogrammen in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung werfen wir einen Blick auf den aktuellen kambodschanischen Film. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mit Musik, Film und anderen Formen des künstlerischen Ausdrucks ihre eigenen Geschichten erzählen und patriarchale Strukturen hinterfragen.

MOTHER, THERE IS A STAR IN ME

Internationale Premiere
Benjamin Rigley / Sreymom Mab, Kambodscha, 2025, 85 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Wenn die Percussionistinnen der kambodschanischen Gruppe „Medha“ zu ihren Trommeln greifen, wird Musik zum Ausdruck von Selbstbestimmung und zum Widerstand gegen patriarchale Strukturen. Zwischen Auftritten, Alltag und Mutterschaft begleitet der Film Frauen, die ihre Leidenschaft für die Kunst mit ihrem Engagement für Frauenrechte verbinden. Der Dokumentarfilm begleitet die kambodschanische Percussiongruppe Medha, die Frauen durch Musik einen Raum für Selbstbestimmung und gesellschaftliches Engagement eröffnet.
So, 22.11., 19:00 Uhr
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Kurzfilmprogramm: Kambodscha – Feministische Perspektiven im neuen kambodschanischen Film

CHANT OF A DESERT FLOWER
Sophea Kim, Kambodscha / Frankreich, 2026, 15 Min., OmeU
FRESH AS DAISY
Socheata Van, Kambodscha, 2025, 13 Min., OmeU
LITTLE MANGROVES
Piseth Tieng / Leng Kimchheng, Kambodscha, 2026, 23 Min., OmeU
THE HEALING CIRCLE
Thavary Krouch, Kambodscha, 2025, 22 Min., OmeU
SPEAK OUT, SISTERS! Testimonial spots by SGBV
Meta House/NGO KDKG, Kambodscha, 2025, 10 Min., OmeU
Sa, 21.11., 16:00–17:23
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

EISFRAUEN

Berlinpremiere
Jens Becker / Dorothea Braun, Deutschland, 2026, 90 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Alte Aufnahmen von Arktisexpeditionen zeigen meist Männer mit dichten Bärten in Pelzkleidung. Doch dieses Bild ist unvollständig: In den Archiven finden sich die Spuren von Frauen, die sich ebenfalls ins ewige Eis wagten. Ihre Geschichten warten bis heute darauf, entdeckt zu werden. Und noch immer zieht die Arktis Forscherinnen in ihren Bann.
So, 22.11., 21:15 Uhr

COLORS OF WHITE ROCK

Deutschlandpremiere
Khoroldorj Choijoovanchig, Frankreich, Mongolei, 2026, 81 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Maikhuu, eine der wenigen Lastwagenfahrerinnen der Mongolei, durchquert die Gobiwüste mit einer Ladung Kohle. Als alleinerziehende Mutter fährt sie über gefährliche Straßen bis zur chinesischen Grenze, um ihre Familie zu ernähren. Ihre Reise durch das von „Minegolia“ geprägte Land erzählt von den menschlichen und ökologischen Kosten des mongolischen Rohstoffbooms. COLORS OF WHITE ROCK feierte seine Weltpremiere beim Tribeca Film Festival 2026. Über sechs Jahre hinweg beobachtete Regisseur Khoroldorj Choijoovanchig die Kohletransporte durch die Gobiwüste.
Do, 19.11., 21:30 Uhr / Mo, 23.11., 21:15 Uhr