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© Petites Poupées Production

Themenschwerpunkt: Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe

Sexualisierte Gewalt ist in vielen bewaffneten Konflikten kein Zufall, sondern wird gezielt eingesetzt, um Frauen und ganze Gemeinschaften einzuschüchtern, zu zerstören und zu kontrollieren. Unser Themenschwerpunkt richtet den Blick auf Frauen, die diese Gewalt überlebt haben und auf diejenigen, die ihre Stimmen hörbar machen, für Gerechtigkeit kämpfen und sich ihre Selbstbestimmung zurückerobern. Drei Filme führen in die Republik Kongo, in die Ukraine und nach Äthiopien. Sie erzählen von Gewalt und ihren Folgen, aber ebenso von Solidarität, Widerstand und der Kraft, das Schweigen zu brechen.

MUGANGA

Berlinpremiere
Marie-Hélène Roux, Frankreich / Belgien, 2025, 105 Min., Spielfilm, OmeU
Im Ponzi-Krankenhaus im Ostkongo behandelt Dr. Denis Mukwege Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. In einer Region, die seit Jahren von Konflikten geprägt ist, verbindet sein Team medizinische Versorgung mit der Begleitung der Patientinnen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Mukwege, der 2018 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, setzt sich trotz persönlicher Gefährdung unermüdlich für die Rechte von Frauen ein. MUGANGA erzählt die Geschichte des kongolesischen Arztes Denis Mukwege, der seit Jahrzehnten Frauen behandelt, die sexualisierte Gewalt im Krieg erlebt haben. Der Film basiert auf Mukweges Erfahrungen und seiner Zusammenarbeit mit dem belgischen Chirurgen Guy-Bernard Cadière und wurde 2025 mehrfach ausgezeichnet.
Sa, 21.11., 18:30 Uhr / Mo, 23.11., 19:00 Uhr 
In Kooperation mit SAFE (Support Aid FGM EFM)

TRACES

Alisa Kovalenko / Marysia Nikitiuk, Ukraine / Polen, 2026, 85 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Ukrainische Frauen, die während des russischen Angriffskriegs sexualisierte Gewalt und Folter überlebt haben, brechen das Schweigen. Im Zentrum steht die Aktivistin Iryna Dovhan, die die Berichte Betroffener dokumentiert. So entsteht ein eindringliches Bild von Trauma, Solidarität und dem Ringen um Wahrheit und Gerechtigkeit. TRACES feierte 2026 seine Weltpremiere bei der Berlinale und wurde dort mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet. 
Do, 19.11., 19:00 Uhr, Talk im Anschluss über die aktuelle Lage in der Ukraine.

NOT OURS TO CARRY

Deutschlandpremiere
Veronica Blecker, Großbritannien, 2026, 38 Min., Dokumentarfilm, OmeU
Im Mittelpunkt stehen drei Frauen aus Tigray, im Norden Äthiopiens, die sich weigern, das Schweigen über sexualisierte Gewalt im Krieg hinzunehmen. Als Aktivistinnen und Zeuginnen tragen sie die Geschichten von Betroffenen weiter und kämpfen dafür, dass ihre Stimmen gehört und ihre Erfahrungen nicht vergessen werden. Eine dokumentarische Annäherung an Zeugenschaft, Erinnerung und den Kampf um Gerechtigkeit. Der Kurzfilm NOT OURS TO CARRY führt nach Tigray im Norden Äthiopiens, wo sexualisierte Gewalt während des Krieges von 2020 bis 2022 systematisch eingesetzt wurde. Regisseurin Veronica Blecker begleitet drei Frauen bei ihrem Kampf für Gerechtigkeit.
So, 22.11., 16:15 Uhr